Informationen zu Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Kraft-Wärme-Kopplung ist eine effiziente Form der Energienutzung, bei der gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt wird. Die Wärme wird zum Heizen und zur Warmwassererzeugung genutzt.

Durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sind beträchtliche CO2-Einsparungen im Vergleich zu herkömmlichen Stromerzeugungsanlagen möglich, und dies zu verhältnismäßig günstigen Kosten. Greenpeace Energy versorgt derzeit die Kunden aus Kraftwerken, die erneuerbare Energien nutzen, dennoch befürworten wir weiterhin KWK, denn der CO2-Ausstoß von Gas beträgt im Vergleich zu Kohle nur etwa die Hälfte.

Warum befürwortet Greenpeace Energy den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung?

Kraft-Wärme-Kopplung sichert die Vollversorgung mit sauberem Strom
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind nicht nur umweltverträglich, sie haben auch den Vorteil, zeitlich flexibel und wetterunabhängig Strom zu erzeugen. Damit sichern sie die Vollversorgung unserer Kunden. So kann zu Spitzenbedarfszeiten mehr Strom erzeugt werden oder auch, wenn die regenerativen Anlagen witterungsbedingt zu wenig produzieren. Denn ohne Wind läuft kein Windrad und ohne Sonne erzeugt die Fotovoltaikanlage nicht genügend Strom.

Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht Atomausstieg und Klimaschutz
Der Atomausstieg und eine gleichzeitige Reduzierung der CO2-Emissionen sind mittelfristig nur möglich, wenn die effiziente Stromerzeugung mittels gasbefeuerter Kraft-Wärme-Kopplung weiter ausgebaut wird! Dies belegen alle entsprechenden Studien und Energieszenarien der letzten Jahre: Bis zum Jahr 2020 ließe sich zwar bis zu 20% Strom im Vergleich zu heute einsparen und auch der Anteil der regenerativen Energien von heute 6% könnte auf dann 20% ausgebaut werden. Aber dies allein würde nicht ausreichen, um Atom- und Kohlekraft mittelfristig zu ersetzen. Zusätzlich muss die effiziente Stromerzeugung mit Gas von heute 10% auf ca. 30% ausgebaut werden. Der Einsatz von Gas sollte dabei so effizient wie möglich erfolgen. Hier bieten sich wärmegeführte Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen an.

Kraft-Wärme-Kopplung fördert dezentrale Strukturen für eine regenerative Energieversorgung
Der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung fördert in hohem Maße dezentrale, effiziente Energieversorgungsstrukturen. Dies ist wichtig, um in Zukunft verstärkt regenerative Energien im Strom- und Wärmebereich nutzen zu können. Denn die vergleichsweise kleinen, gasbefeuerten KWK-Anlagen können langfristig durch eine neue Generation von regenerativen Energieanlagen (wie z.B. effiziente Biomasse-Anlagen) ersetzt werden.


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